Jahreshauptversammlung 2014 der Musikvereinigung Ebensfeld e.V.

"Nachwuchs-Ausbildung wird bei der Ebensfelder Musikvereinigung großgeschrieben"

Auch im zweiten Jahr nach der historischen Fusion der beiden Ebensfelder Musikvereine konnte Hermann Pornschlegel als Vorsitzender der Musikvereinigung Ebensfeld e.V. bei der Generalversammlung nicht ohne Stolz auf das vergangene Jahr zurückblicken. Nicht nur die finanzielle Entwicklung sondern besonders die nochmals forcierte Nachwuchsausbildung lassen die Ebensfelder optimistisch in die Zukunft blicken. Dazu hätte kaum besser passen können, dass die Versammlung durch die Schulbläserklassen eröffnet wurde und am Schluss die „frischgebackenen" Träger des Musikerleistungsabzeichens geehrt wurden.

Neben zahlreichen aktiven und passiven Mitgliedern konnte Vorstand Pornschlegel auch den Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Horst Sünkel sowie den 1. Bürgermeister des Marktes Ebensfeld Bernhard Storath, selbst ein ehemaliger Musiker, begrüßen. Schon traditionell eröffneten die jüngsten Blasmusiker, nämlich die beiden Bläserklassen der Pater-Lunkenbein-Schule unter der Leitung von Thomas Helmreich mit flotten Stücken die Versammlung. Helmreich wies bei der Gelegenheit nicht nur auf die neuen einheitlichen T-Shirts hin, sondern auch darauf, dass die neue Bläserklsse 2013/2015 mit begeisterten 20 Kindern so stark wie nie zuvor ist. Aber auch alle Verstorbenen des Vereins bekamen bei der Totenehrung mit dem Trompetenduo vom Guten Kameraden ihren Platz in der Generalversammlung.

Den Jahresrückblick hatten sich die drei Vorstände diesmal untereinander aufgeteilt. Hermann Pornschlegel begann den Reigen mit statistischen Daten. Aktuell unterstützen den Verein 616 Mitglieder, wovon 113 Jugendliche unter 27 Jahen und sogar 73 unter 18 Jahren sind. Sage und schreibe 70 aktive Mitglieder spielen bei der Ebensfelder Musikvereinigung ein Instrument.

Zweiter Vorsitzender Benedikt Krüger legte seinen Focus mehr auf die Neuen Medien und die Erweiterung der Nachwuchsausbildung. Neben der Homepage und Facebook besitzt die Musikvereinigung nun auch noch als einer der ersten Vereine im Landkreis eine eigene App für die Informationen unterwegs. Genauso einzigartig dürfte auch die seit ein paar Monaten angebotene Musikalische Früherziehung für 3 - 4 jährige Kinder sowie die Musikalische Grundausbildung für alle Vorschulkinder im weiten Umkreis sein. Insgesamt 20 Kinder sind auch hier musikalisch aktiv. Und wie wenn dies noch nicht genug wäre gründete Krüger in diesem Monat auch noch eine Flötengruppe für Kinder der 1. und 2. Klasse und will ab Oktober zuletzt mit den „Musikzwergen" auch noch ein Angebot für Kinder vom 1. bis zum 3. Lebensjahr zusammen mit ihren Eltern anbieten. Etwas schwieriger dürften dazu allerdings Angebote für Erwachsene und der Übergang vom Schülerorchester zu bewerkstelligen sein.

Erster Vorstand Rudi Dierauf präsentierte noch kurz die Oberbrunner Kerwa 2013 sowie den erstmalig durchgeführten Böhmischen Abend als vollen Erfolg. Am Sonntag, den 06. April wird im Greßano-Saal die Böhmische Blasmusik von Ernst Mosch mit der Burgenländischen Blasmusik von Robert Payer musikalisch verglichen, was bestimmt für alle Blasmusikfans ein besonderer Genuss sein dürfte. Eintrittskarten für 5.- Euro gibt es nur im Vorverkauf bei Schreibwaren Neumann.

Begeisternde Auftritte und ein ausgeglichener Kassenstand

Auch die zwei Dirigenten in Ebensfeld kamen zu Wort. Robert Zillig von der Trachtenkapelle zeigte sich mit der Probenarbeit sehr zufrieden und appellierte an die Musiker an Fortbildungen teilzunehmen. Höhepunkte für ihn waren u.a. der Böhmische Abend, die Soldatenwallfahrt nach Vierzehnheiligen und das erfolgreiche Wertungsspielen in der Mittelstufe der Traditionellen Blasmusik. Thomas Steinhardt berichtete vom Schülerorchester, der Obermaintaler Jugendkapelle und dem Blasorchester Ebensfeld. Begeistert zeigte sich er nicht nur von besonderen Auftritten wie dem erstmalig unter dem Titel „Spielräume" durchgeführten Konzert in der Kirche, dem Großen Zapfenstreich in Bischberg und dem Wertungsspiel in der Oberstufe sondern auch davon mit Musik wie im Falle der Fränkischen Weihnacht noch Gutes zu tun, indem mit den Spenden das Projekt in Tansania von Corinna Hassler unterstützt wurde. Aber auch Kritik durfte bei Steinhardt nicht fehlen. Pünktlichkeit, Aufräumen und Engagement sind noch verbesserungsfähig, was mit einer „Bußgeld-Kasse" etwas forciert werden soll.

Kassier Sigmar Hopf konnte trotz hoher Ausgaben einen ausgeglichenen Kassenstand vorweisen, wofür ihm und der ganzen Vorstandschaft auch umgehend auf Antrag von Kassenprüferin Helen Krebs das Vertrauen ausgesprochen wurde. In seinem Grußwort bezeichnete Kreisvorsitzender Horst Sünkel die Nachwuchsarbeit der Ebensfelder als vorbildlich. Positiv erwähnte er auch die stetige Teilnahme an Wertungsspielen, die Nutzung der Neuen Medien sowie die außermusikalische Jugendarbeit in Ebensfeld. Sein Appell war an alle Eltern gerichtet: „Schickt euere Kinder zum Musikverein", auch wenn erste Erfolge sich erst durch beharrliches Üben einstellen. Erster Bürgermeister Bernhard Storath zeigte sich nicht nur ob des Kassenberichtes wieder einmal mehr als beeindruckt. Ob er allerdings den Wunsch nach besseren Probenräumen erfüllen könne, konnte er nicht versichern. Als Bürgermeister könne er wahrlich stolz auf so einen Verein sein, weshalb er auch seine weitere Unterstützung zusagte.

Verdiente Mitglieder und erfolgreiche Nachwuchsmusikanten

Zum Schluss der Versammlung kam Vorstand Pornschlegel wieder einmal zum angenehmsten Tagesordnungspunkt, nämlich den Ehrungen verdienter passiver und aktiver Mitglieder. 25 Jahre lang hielten folgende Mitglieder dem Verein die Treue: Simone Dörfler, Annegret Hauptmann, Sandra Hoydem, Wolfgang Mayer, Ralf Kreier, Andreas Schmidtko, Otto Schuhmann, Walburga Schramm, Harald Spindler, Albin Zellmann und Bernhard Zenk. Für ganze 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde Gerhard Jung geehrt. Mit einer extra Laudatio überraschte dann 2. Vorstand Dierauf einen sichtlich verdutzten Bernhard Neumann. Für 40 Jahre aktive Vorstandsarbeit, u.a. war er 2. und nicht zuletzt 1. Vorstand des ehemaligen Musikvereins erhielt er die Ehrung des Nordbayerischen Musikbundes. Den Höhepunkt des Ehrenreigens bildeten dann aber die Nachwuchsmusikanten. Am gleichen Tag erst hatten sie die Prüfungen absolviert, wofür sie nun die Urkunden und Ehrennadeln überreicht bekamen. Das Musikerleistungsabzeichen in Bronze (D1) erhielten Anne Oeckler, Simon Moritz, Eric Märkl und Niklas Häußermann an der Trompete, Moritz Sommer am Saxophon, Julian Amon am Bariton, Georg Lunkenbein an der Posaune, Lisa Weidner an der Klarinette und Niklas-Simon Günther an der Tuba. Bereits den nächsten Leistungsschritt, nämlich das Leistungsabzeichen in Silber (D 2) schloss erfolgreich Jonas Weidner am Schlagzeug ab. Bei all den strahlenden Gesichtern zum Schluss und auch aufgrund des fortgeschrittenen Abends verzichteten die Mitglieder auf sonstige Wünsche und Anträge.

O.W.

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